Freitag, 12. Oktober 2012

"Kaffeehalbautomat" in Nostalgie








Ein Fortschritt ist nun eingekehrt,
den ich begrüß´ in Freudigkeit.
Der Kaffee folgt nun meinem Takt;
das wurde aber wirklich Zeit.
Ein Ofen - nicht für Dauerbrand -
sorgt  für die Wärme nun im Bad;
doch wesentlich; man gleich erkennt;
ist der "Kaffee halb Automat".
Das Feuer zünd´ noch selbst ich an;
auch mahle ich die Bohnen  fein.
Dann wird noch alles eingefüllt
und danach werd´ im Bad ich rein.
Doch kaum erfüllt die erste Pflicht;
ist schon der Kaffee durchgezischt.

©miro

Dienstag, 9. Oktober 2012

Rauschhafte Schokolade (Fassbender & Rausch)


Gedämpftes Licht in ed´len Hallen.
Und überall erles´ner Duft.
Man wandelt hier und mag
verweilen.
Genascht wird eine Kleinigkeit.
So ist die Schokoladenzeit.
Man greift entschlossen
schokoliertes und  
rauschaft geht es 
weiter fort 
"fassbendert" weiße
Kartonnagen
in süßem Schokoladensport.

©miro 

Montag, 8. Oktober 2012

Café Achteck





 

Grüne Häuschen hier und da
aus der Zeit wie´s  früher war,
sieht man stehen in Berlin
und manch´ Weg  führt 
sehr beschwingt,
zu dem Ort, wo ´was gelingt.
Berlin ist grün an vielen Orten
und halt eben auch "andorten".

©miro 

Sonntag, 7. Oktober 2012

Hauswächter







 Altehrwürdig zwei Kiefern grüßen.
Ein Landsitz  freut sich ihrer Zier.
Ganz traumverloren kann man schauen;
versunken in Behaglichkeit.
Man hört ein Rauschen und ein Raunen
und  fühlt sich wunderbar geborgen
in einer Weite fern der Zeit.

©miro  

Schattenriss










Schattenriss an Häuserwänden.
Rasterhaftes Flechtenspiel.
Schattenhaft das Meldewesen,
staatsgeprüftes Bürgerspiel. 
Schattenriss der Glasgesellschaft.
Und Phantome lauern auf.
Rankenhaft Verwaltungswesen.
Was weiß man, wozu, genau?
 

©miro     

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Kuchen nach Gutsherrenart







 






























Regennasser Tag im Herbst  und Pfützen dicht an dicht.
Sogar die Bäume schütteln sich und werfen schwere
Tropfen ab in Nacken und Gesicht.
Ein Schild lockt sehr an diesem Tag
in ländlichem Revier:
"Hier gibt es Kaffee, feingebrüht
und Kuchen, köstlich, sag´ ich Dir! "
Wie schnell durchschritt ich dort die Tür.

Der Gutsherr setzte sich zu mir
und Kaffeeduft umhüllte uns.
Und deftig köstlich gab´s dazu
den herbstlich satten Kuchenschmaus;
gebacken voller Kunst.


©miro                                           



















Mittwoch, 3. Oktober 2012

Herbstlibellen




Bunt wird das Laub vor grauer Zeit,
noch schenkt  die Sonne  Farbenpracht.
Man sucht verstärkt die Wärme auf
und  freut sich über Zweisamkeit.


©miro

Dienstag, 2. Oktober 2012

Blumengruß aus Berlin




 Zuerst sah ich in Potsdam Dich,
wo Du tiefblau und weiß und gelb,
ein kleines Wunder warst für mich.
Wo immer prunkvoll war Berlin,
warst Du auch der Rabatten  Zier.
Dein Saatgut habe ich bewahrt
und nun blühst Du bei mir.

©miro

Feldfarben im Güstrower Wappen




 





Heraldisch richtig las ich da,
ist grüner Baum auf gold´nem Grund. 
Ich weiß nicht, was im Schild man  führt,
wenn Grün auf Gold wird angerührt.
Zuvor war´s Grün auf rotem Grund
und jedes Mal ein Stier dabei.
Ob Gold die Zeitenwende preist
und Rot zu blutvoll auch erschien?
Geblieben ist der schwarze Stier
und blätterreich ein grüner Zweig.







Wappen der Stadt Güstrow

Das geänderte Wappen wurde am 8. Juni 1999 vom Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 72 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.
Blasonierung: „In Gold ein stehender, nach links gewendeter, hersehender schwarzer Stier mit zwischen die Hinterfüße genommenem Schweif vor einem nach rechts gelehnten grünen Baum, oben mit vier fünfzackigen Blättern, unten mit einem fünfzackigen und einem dreizackigen Blatt.“[13]
Das Wappen wurde 1999 neu gezeichnet; in ihm ist (anders als im vorigen Wappen) der Schild goldfarben (statt rot). Der grüne Baum auf Rot war heraldisch nicht korrekt.



©miro

Freitag, 28. September 2012

Verdeckte Armut






 Nicht immer schreit die Armut laut;
oft ist sie  fast verstummt.
Ein seltsam bitteres Gefühl
nagt  wie ein Wurm am Lebensglück.
Ein Hunger nach Geborgenheit;
ein Hunger in Vergessenheit
und Hunger, wie man ihn so kennt.
Oft wird die Armut fortgeschämt
und manchmal  fällt sie tränenleis
in eine See, die niemand weiß.

©miro

Donnerstag, 27. September 2012

Kürbispracht in Britz






Ob der Herbst wohl Farbe schenkt?
Oder versinkt in Schmuddelgrau
die malerische Farbenwelt?

Ich suchte Farbe irgendwie
an einem Tag, der sonst recht grau.
Ging wahllos durch den müden Herbst
und wußte nichts genau.

Ein wenig Nässe, kalte Luft
und irgendwo der Rest Berlin.
nichts, was die Freude ruft.

Kleingärten tauchten langsam auf.
Und ich dacht´für mich hin.
Zurück nach Haus´hier gibt es nichts.
Doch plötzlich lacht ein Kürbisfeld.

So geht es oft, wenn nichts recht freut
und trotzdem geht man seinen Weg,
daß plötzlich Farben blüh´n.

Kürbisse! So prall und rund
und jeder lachte irgendwie.
Und einen hab´ ich mir gekauft.
Der schmeckte, wie noch nie.


©miro

Mittwoch, 26. September 2012

Schattengeist



 Sommersonne brennt den Himmel blau.
Ein Träumen wiegt die Zeit in Schlaf.
Und oben wirft ein kleiner Geist,
der alles hört, den Schatten ab.
Ein Rascheln schreckt die Freude auf
und  flieht durchs Nadelöhr des Tags.
Das Glück ist oft so ungenau.

©miro

Dienstag, 25. September 2012

Klein aber fein



Wenn man großen Hunger hat
oder einfach nur den kleinen -
wird man hier von Herzen satt.
Es gibt, was sie so hat gedacht,
was heut´ zu essen Freude macht.
Frau Rösler kennt die meisten Gäste
und zaubert ihnen nur das Beste.
Wie bei Muttern schmeckt es hier.
Mit großem Hunger oder kleinen -
Hier ist man mit der Welt im Reinen.


©miro

Mittwoch, 19. September 2012

Dornröschenengel



 An einer kleinen Mauerwand
mit blauen Augen ein Gesicht.
Im Sommer ist es grün verdeckt
und man bemerkt es nicht.
Doch kommt der Herbst
mit seiner Pracht,
fällt nach und nach 
das Lächeln auf;
stets da; doch nun
erwacht.

©miro

Montag, 17. September 2012

Wendelblick auf der Pfaueninsel



Geschwungene  Stufen
zu Südseeträumen.
Pfaue schlagen ihr
Fächerrad.
Launen, der Pflicht 
entflohen.
Wendelblick.

©miro

Lebenlassen



Einer Wohngesellschaft nah,
hing diese Tafel einfach da.
War´s  Zufall oder war´s geplant?
Wohl dem, dem da nicht
Übles schwant.

©miro

Mittwoch, 12. September 2012

Sandgeboren




 Ein Perlen wirbelt Glitzern auf
 sodaß es körnig kreisend schwebt.
 Ein klares Wasser tritt hervor
und fließt in hellem Überschwang.
Es küsst das Land mit jedem Kreis
und feiert Neugeburt im Sand.

©miro

Sonntag, 9. September 2012

Kirchblick










Deftig grüßt Du schon von Ferne.
Dich erschüttert kaum die Zeit .
Wachst über die Deinen gerne;
bauerntrutzig und bereit.
Warm  sind Deine Ziegelmauern;
bieten stets Geborgenheit.
Hörst Dir an gar manche Klagen;
schenkst den Menschen wieder Mut.
Kümmerst Dich um wenig Fragen.
Bist Gebet und damit gut.
 

©miro

Morgenrose


 
 Im  Morgentau ruht noch das Dorf.
 Der Hahnenschrei blieb unerhört.
Die Sonntagsruhe räkelt sich. 
Die Sonne tupft auf frischen Tau.
Und müde ragt die Ziegelwand.
Doch eine Rose strahlt und lacht
in  frischen Perlen, voller Pracht.


©miro

Donnerstag, 6. September 2012

Den Kuchen - frisch - auf den Tisch!



 Heinzelmännchen gibt´s nicht wirklich
und mein Dörfchen ist so klein.
Immer muß mit Pferdestärken
hier und da ein Weg mal sein.

Hupen mochte ich nie hören;
doch dieses hier ist Melodie.
Ein Bäckerwagen kommt 
gefahren und bringt mir
Kuchen, frisch wie nie!

Den Kaffee kann ich ja 
noch kochen
und kaum steigt dieser 
Duft nun auf;
da tönt die Hupe!

"Ach, wie selig!
Zum Bäcker!
Schnell, im Dauerlauf "

Es sind drei Schritte nur,
die golden;
Drei Schritte hin
und drei zurück.

Vergessen sind nun
alle Sorgen,
bei Kaffee und bei
Kuchenglück!


©miro

Mittwoch, 5. September 2012

Oase in de Wadden









 Lange vorbei und doch weht Wind.
Ein Leuchtturm weckt Erinnerung.
Strandflieder kitzelt gute Zeit.
Oase der Vergangenheit.

©miro

Dienstag, 4. September 2012

Hotel des deux gares

 Les Reves perdues 
dansent dans la rue
de jeunesse.
Il faut les retrouver
dans la nuit...


©miro

Montag, 3. September 2012

Vier Früchte










Vier Früchte liegen lange schon.
 Ich nahm sie mit auf meinem Weg.

- So sonderbar  war dieser Baum,
von dem ich sie gepflückt.

Ich kannte seinen Namen nicht.
Fand nicht mehr wieder seinen Ort.

Vier Früchte blieben mir von dort.

Und plötzlich taucht nun auf das Bild
und auch der Name wird genannt.

Vier Früchte  fragen nun nicht mehr,
Schwarznuss sind sie genannt.

©miro

Sonntag, 2. September 2012

Wiesenfeste





Kleine Wiesen, große Wiesen;
Netzwerkarbeit überall.
Gut ist es, Bescheid zu wissen;
denn sonst kommt man 
leicht zu Fall.

©miro

Freitag, 31. August 2012

Beine baumeln lassen








 Heut gibt´s nicht viel zu tun;
da heißt es einfach ruh´n.
Vergeblich wäre Hast
und quälen voller Müh;
denn dann gelingt es nie.

©miro

Donnerstag, 30. August 2012

Blaue Stunde






Lichtvoll schweift der Blick nach oben
in getupftes tiefes Blau.
Draußen fällt der Regen nieder
und hier drinnen 
scheint die Sonne;
im Herzen spüre
ich´s genau.



©miro

Hängende Gärten



 Sehr technisch Pflanzen wohlverpackt;
berieselt mit sterilem Nass.
Und eine Sphinx am Eingang wacht.
Semiramis graut vor der Nacht.

©miro

Mittwoch, 29. August 2012

Ländlicher Morgengruß







 Das Land nimmt Morgenröte auf.
Längst grüßen Hähne schon den Tag.
Kartoffelrosen küssen mich.
Und noch bevor der Alltag naht,
ein kleines Lächeln ist erwacht.


©miro

Freitag, 24. August 2012

Wetterwendig








Wetterkapriolen 
Ein Lindwurmblech reißt 
auf den Schlund.
Ob Sonne oder Regen
kommt nichts
ihm ungelegen.


©miro

Freitag, 17. August 2012

Önorm



 Auf dem Gullydeckel gelesen.

An den Euro gedacht.


An Rettungsschirmchen gezupft.

An einen Eisbecher gedacht

- mit Papierschirmchen naturlich.

- Und versucht,  die Normen in 
meinem Kopf zu verändern.

- Es gibt ja draußen schon genug davon.



©miro

Mittwoch, 15. August 2012

Nebelwelt




 Eine Reling aus Steinzinnen.
Fast schlafwandlerischerMorgen,
den Nebelbergen traumzugewandt. 

©miro

Dienstag, 14. August 2012

Straßenbild






Straßenbild 

Rollende Ernte auf großen Wagen.
Klirrend, ratternd, dröhnend
und staubig.

So leise aus Stroh
ein flüchtiges Bild.



©miro

Montag, 13. August 2012

Bauminsel







 Steingestade im Wiesenmeer.
Ein knorriges Raunen
von irgendwoher.

©miro

Krähenmast




Ein Landungssteg hoch in der Luft.
Vibrierend schwingt die Energie.
So viele Krähen schwingen mit
und krächzen ihre Rufe weit
in Wahrnehmung
und manche Zeit.

©miro

Stachelbeerenweide





 Eingewurzelt in den Baum
die stachlig´  süße Frucht
als eingeflocht´ner Traum
der ungewohnt Genuß
verschafft, wo man ihn
nicht gesucht.

©miro

Montag, 6. August 2012

Drachenboot im Alltagssturm






Träume ins Grün gezogen.
Abenteuer auf knarrenden Holzrädern
warten.
Ein Denkmal  für Andersleben,
eingeschlafen im Alltagssturm.
Wann geht es auf große Fahrt? 
Wann - Drache - wann?
 

©miro