Donnerstag, 28. August 2014

Dschungelkatze






In diesem Wald ist ihr Revier;
rotweißer Schatten, 
kaum bemerkt, wirft einen Blick
nur hin zu dem,
der scheu, wie sie die Freiheit spürt,
ein wenig  fremd, doch sehr berührt.


©miro

Mittwoch, 27. August 2014

Wasserspeier






Fast höhntest Du dem Himmelblau,
als Dich das Objektiv entdeckt.
So weit entfernt war das Motiv,
das monsterhaft, in Deiner Form,
sich unter einem Giebel reckt.
Und grauer Regen zog heran,
der innerlich und äußerlich
kein Ende  fand, gespieen
in ein Sommerland.

©miro

Märchendrachen






Sonnenwendig ist Dein Blick.
Fast Flügelschlag Dein schnelles Sein.
Bewegungslos krallst Du Dich  fest;
wirst  fast zur Mauer,  fast zu Stein.
Gewunden wie ein Lindwurm  fast

und Träume eilen mit ein Stück.


©miro

Montag, 25. August 2014

Einzelblüte






Sie grüßte mich auf meinem Weg;
sie leuchtete so hell.
Verbunden war sie mit der Schar
der and´ren Blüten rings umher;
nur, daß sie wirklich einzig war.

©miro

Samstag, 23. August 2014

Dschungelgefühle





 Schwer wiegt die Luft um mich herum
und alles atmet Feuchtigkeit.
Grün wuchert  fremd im Übermaß.
Ein Baumrelikt aus  früher Zeit
greift aufgewacht nun himmelwärts.
Vielleicht, so denke ich  für mich...
Doch keine Echse tritt hervor;
auch wenn es mich gewundert nicht.

©miro

Donnerstag, 21. August 2014

Burgziegen




Hoch auf der Zinne ist es gut,
wenn Sonne wärmt den alten Stein.
Sehr stolz wird  mittags hier geruht;
man träumt von Graf und Burgfräulein.
Ein Schelmenlächeln wohl entzückt,
den, der zu einer solchen Zeit,
ganz unerwartet wird beglückt,
mit diesem Bild von schönem Sein.

©miro

Mittwoch, 20. August 2014

Kletterwald





Gezaubert ist ein Märchenbild, 
mit  fremdem Lärm und Wipfelsteg.
Zinnenbewehrt die Bäume sind
und  jeder Mensch ist plötzlich Kind.
Ein Klettern, Toben, affenhaft, erfüllt
den Wald mit  frohem Schall
und geistert lachend durch das Grün
in einem lauten Widerhall.


©miro

Metallblick auf der Rheinbrücke





In Grau getaucht ist die Natur. 
Die Brücke atmet Eisenluft.
Ein Blick in Industriegewalt,

besond´rer Größe auf der Spur.
Ein Güterzug summt hinter mir
und saugt mich immer lauter ein
in das vibrierende Gefühl
metallisch grau und Stahl zu sein.
Gewinkelt starr wirkt alles hier
und lauter dröhnt es nun heran.
Von fern der Kühlturm droht mir fast;
mastenbewehrt der Berge Saum
und selbst der Rhein wird zu Metall
und ist  nur noch geformte Kraft,
verstrebt und  fast maschinenhaft.

©miro

Gar nicht so blind






Ein  Auge lugt aus Kupferband.
Es schaut, als ob´s verzaubert wär´.
Blindschleiche wird das Tier genannt

und kommt so glänzend doch daher;
in schöner Farbe, off´nem Blick;
erfreut es mich und bringt mir Glück.

©miro

Dienstag, 19. August 2014

Ein aufrechtes Wesen


 

Zielstrebigkeit verhilft zum Glück.
Ein Mangel ist es der uns treibt
den Kopf zu heben und zu schau´n,
wo denn das liebe Glück nun bleibt.
Das muß ganz sicher "oben" sein,
denn unten sind wir selbst ja schon.
Wir recken und wir strecken uns
und wünschen uns das Glück
zum Lohn.
Der Mensch hat das ganz ausgereizt,
und selten mit dem Wunsch gegeizt.
Aufrechtes Wesen ist sein Lohn;
das hat der arme Mensch davon.

©miro

Montag, 18. August 2014

Rheinroter Abend nach einem Regensommertag






Der Regentag ist abgelegt;
die Sonne grüßt in sanftem Rot
und spiegelt auf den Wellen sich.
Geranien im  Abendschein
erglühen noch einmal
und werfen Wärme in die Flut.
Was oftmals, ach so grau, begann,

wird in der Abendstimmung gut.


©miro

Weiße Wirbelblüten



Weiße Wirbel auf dem Feld.
So lang sah ich die Pflanze nicht,
die nun mit heller Zauberkraft
ein ganzes Feld bestellt.
So wehrhaft ist die Stachelfrucht
und voll Magie der ganze Strauch,
der hier erblüht im Wirbelhauch.

 http://www.botanikus.de/Beeren/Stechapfel/stechapfel.html
 


©miro

Freitag, 15. August 2014

Dendritenstein










Wie eingewoben in den Stein,
ein Muster in  floraler Art;
Dendriten zeichnen  filigran,
ein Bild, das nicht an Schönheit 
spart.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dendrit_%28Kristallographie%29


©miro

Dienstag, 22. Juli 2014

Die Sonnenblume zwischen den Tomaten







Eine kleine Sonne scheint
zwischen den Tomaten.
Sie hat den Platz selbst 
ausgesucht und ist gut geraten.

So wunderlich ist mein Balkon
in seinem Eigenleben;
immer überrascht er mich;
zeigt, wie anders es oft ist, 
als ich dachte eben. 

Doch eine kleine Sonne scheint
zwischen den Tomaten.
Sie hat den Platz selbst
ausgesucht und ist gut geraten.

Manches will gedeihen nicht
und anders ist  fast zu viel.
Doch grünt und reift es überall
und  immer blüht ein kleines Glück;
auch, wenn ich seh´ es manchmal nicht. 

Doch eine kleine Sonne scheint
zwischen den Tomaten.
Sie hat den Platz selbst
ausgesucht und ist gut geraten.


©miro

Sonntag, 20. Juli 2014

Sommerschneckenwetter






 Starkregen hat nun eingesetzt
und alle Gullys stinken.
Die Hitze wird  schnell  fortgespült,
die Barometer sinken.
Der  Mensch in seiner Umlaufbahn
bleibt nicht mehr länger Schnecke
und tut, was er nicht lassen kann
auf seiner Lebensstrecke.
Doch alle Schnecken  freuen sich;
sie kommen aus dem Häuschen
Sie  folgen nach der Regenspur
und sind sich darin einig:
Das Wetter ist am besten nur,
wenn alles etwas schleimig.


©miro

Donnerstag, 17. Juli 2014

Tabaluga Kirmes








 http://www.nr-kurier.de/artikel/30396-kirmes-in-engers-eroeffnet


Das Kirmesbrauchtum gibt´s am Rhein;
es wird hier viel gefeiert.
Es  lebt noch sehr die Tradition;
was mich recht oft erstaunt.
Doch läßt man sich ganz gern d´rauf ein,
denn es macht gut gelaunt.
Ein kleiner Drachen schmückt den Baum
in dieser, meiner Dörflichkeit.
Ein kleiner "Tabalugatraum"
tut gut von Zeit zu Zeit.

©miro

Mittwoch, 16. Juli 2014

Tomatendschungel





Eigentlich, so wird gedacht,
daß  jede Art von Pflanzenpracht
wohl wächst in Richtung Sonnenlicht ;
nur manchmal stimmt das so wohl nicht.
Tomaten hatte ich gepflanzt 
und dachte, daß es aufwärts "tanzt".
Doch, nein, am Boden woll´n sie kriechen
und wohl an meinem Tabak riechen.
Und so hat sich, eh´ ich´s gedacht,
ein kleiner Dschungel aufgemacht,
der hin zu meinem Tische rankt;
doch blüht und reift es; Gott sei Dank.

©miro

Freitag, 11. Juli 2014

Fast wie ein Blitz






Fast wie ein Blitz so wirkte diese Sonne,
nachdem der Wolkenberg sie hat versteckt.
Signal war es wohl  für das Ungewitter,
das die Nacht mit Regen und mit Blitzen 
füllte unentwegt.

Fast wie ein Blitz erhellte eine Sonnenphase
für kurze Zeit des Sommers Spur.
Und dann erneut  fällt Regen, Regen;
ein wenig wärmer ist er diesmal nur.


©miro

Samstag, 5. Juli 2014

Kaffeedampf







 Statt Sommer nun ein Deutschmonsun;
das kennt man mittlerweile schon.
Am besten macht man Kaffeedampf;
dann kommt der Kreislauf gut davon.

©miro

Freitag, 4. Juli 2014

Schnurrig






Klein und  fein.
Für mich ein Kinderstaunen.
Was mag es dem Besitzer sein?
In jedem Fall ein schnurriges
Gefährt.

http://de.wikipedia.org/wiki/BMW_Isetta

©miro

Montag, 30. Juni 2014

Lebendig versteinert.




Gelbgrüne Flechten
auf  in  Stein gemeißeltem
Efeu.
Dahinter ein  Zeitstrom
so wirr, daß er Stille 
atmet.
Lebendig versteinertes 
Bild.


©miro

Sonntag, 29. Juni 2014

Nachblüte


 



Am Zaun der Vergänglichkeit.
Rostrot erblüht.
Wartend in Erinnerungen
und manchmal sonnenbeschienen.


©miro

Freitag, 27. Juni 2014

Glücksdrachenwolken





Wolkenschwaden
Flugzeuge vielleicht,
die sie einfach so...
in den Himmel schreiben.
Und ich sehe einen
Glücksdrachen
und träume...


©miro

Donnerstag, 19. Juni 2014

Sonntag, 15. Juni 2014

Auftisch





Da steht sie nun im Hintergrund,
die Schale,  gut bepflanzt und rund.
Vier Erdbeerbüschel sind bereit,
so Frucht  für Frucht, von  Zeit  zu Zeit,
den Gaumen zu verwöhnen hier.
Das soll so sein;  das gönn´  ich mir.

©miro

Samstag, 14. Juni 2014

Rot Weiss Grün Vegan





Nun bin ich wirklich nicht vegan;
nur heute war es mir danach.
Öl mit  Zitrone Thymian 
Basmati Reis und Rot;
die Schote Paprika.
Dann Grün aus meinem
Kräuterbeet;
ein Zweiglein Oregano; ja.
Das gibt dem Ganzen etwas Pfiff
und den Kontrast zu Paprika.

©miro

Traumbrücke










Wie eine Hängebrücke wölbt sich das Blatt.
Palmenträume, bevor der Fächer sich ausbreitet,
im Wedel den Tag ausdehnt 
und in viele Richtungen weist.
Eine Leiter  auf  Zeit und so seltsam grün.

©miro

Montag, 9. Juni 2014

Sonnenstille


 
Nur hier und da, 
abwesend  fast,
frisst sich Geräusch und Laut
in eine, 
so plötzlich schwere,
Sonnenlast.
Und seltsam grell ist der 
Kontrast,
wie eine Störung dieser
Sonnenstille.
Grell wie der schwarzrote
Käfer, 
der auf Doldenweiß,
dem Aug´ allein nur plastisch
scheinen mag.

©miro

Samstag, 7. Juni 2014

Eckturm


 



Aussichtssache so ein Eck.
Ein Turm recht wehrhaft
irgendwann.
Zeitüberholt steht er nun da;
die Ecken etwas aufgefüllt;
so war er wohl; 
man sieht es ja.

©miro

Dienstag, 3. Juni 2014

Die Hochspannungstür






Sehr  fest und  wichtig;  diese Tür.
Gefahr zu leben; Lebensgefahr!
Ein Hochspannungsraum.
Wie wahr!
Für Unbefugte nicht erlaubt.
Das ist doch sicher jedem klar.

©miro

Dienstag, 27. Mai 2014

Deckenkringel



Mitunter macht die Zeit wohl Pause 
in dem Theater Lebensspiel.
Ein Vorhang  fällt, oft ungemütlich;
doch ist das so; da hilft nicht viel.
Ein "Deckenkringel" grüßt von oben,so ganz dezent, in weichem Licht;
es ist halt Pause - und der "Kringel",
der zeigt uns das und mehr auch nicht.
Natürlich könnt´ man nun sinnieren,
über des Stückes Werdegang...
Der Deckenkringel grinst von oben
und dreht uns eine Nase lang.
Am besten schaut man auf  "Girlanden",
die uns das Leben so gewebt
und schmunzelt leise "einverstanden",
weil das bestimmt die Stimmung hebt.


©miro

Montag, 26. Mai 2014

Erste rote Maikirschenpracht mit Wurm







Der Regen  fällt, der Regen läuft,
fast  ist der Sonnenschein ersäuft.
Doch schon grüßt erstes Kirschenrot
in dieser Maienwetternot.
Da reift es schön trotz Wind und Sturm
und  jede  Kirsche ist mit Wurm.
Die Vögel zwitschern unermüdlich
und tun sich an den Kirschen gütlich.
Die Menschen klagen über Regen
und auch über den  Sonnensegen.
Für sie steckt überall der Wurm
in Sonnenbrand und Regensturm.
Bald endet nun die Maienwonne,
läßt hoffen auf die Sommersonne
und Kirschenfreude ohne Wurm,
ohn´ Sonnenbrand und Regensturm.



©miro

Freitag, 23. Mai 2014

Entenwetter


 
Trotz  ganz  viel Sonnenscheinbemüh´n
regnet der Mai sich wieder grün.
Auf Rasenflächen kuscheln Enten,
die sonst wohl auch was and´res könnten.
Kopf ins Gefieder, man spielt Ei ;
dann ist das Wetter einerlei.


©miro

Mittwoch, 21. Mai 2014

Zwitsch Piep







Ganz vorsichtig herangepirscht;
es gibt ja reichlich Futter da.
Oha; hat man mich wohl geseh´n?
Das wäre nämlich garnicht schön.






 Noch schnell ein Haps; vielleicht auch zwei;
das ist mir jetzt ganz einerlei.
Oho; da ist doch wohl etwas.
Wird es nun Ernst, oder ist´s Spaß?









 Ein Foto will der gute Mann!
Da strahl´ ich doch so gut ich kann.





©miro

Samstag, 17. Mai 2014

Verstiegen





Verstiegen hat sich wohl der Mai;
es gab bisher nur wenig Wonne.
Die Sonne zeigte sich zwar auch,
doch schien sie auf 
die  fortgeschwemmte Blüte.
Dem Reiher, der den Baum 
erklettert, ist das einerlei.

©miro

Freitag, 16. Mai 2014

Lebenskunstfertigkeit




Manche Dinge kann man lernen
und es zählt nicht nur Verstand.
Manche Kunst wird kaum gesehen,
denn sie liegt nicht auf der Hand.
Lebenskünstler sind gar viele,
die mit ihrem Handicap 
wählen and´re Lebensziele, 
weil es  diese erst nur gab.
"Wie kann ich den Tag gewinnen,
ohne, daß man mir viel hilft?"
"Wie kann ich  mein "eigen" leben,
ohne, daß man "überhilft"?"
"Wie kann meine Freude leuchten,
ohne, daß sie "dankbar" scheint? "
"Wie kann ich, ganz selbstverständlich,
ebenso, wie and´re sein?"
"Wie kann ich ein "will nicht" zeigen,
 lasse ich  mich darauf ein;
oder bin ich unbeweglich,
werd´ nicht groß und bleibe klein?"
"Manchmal ist so bunt das Leben
und der and´re sieht es nicht;
denn er lebt in seinen Sorgen
und sein Lebensweg ist Pflicht."
"Manchmal kann ich sogar helfen,
da, wo niemand sonst es kann;
doch so selten wird´s gesehen,
denn man schaut das "and´re" an."

©miro

Samstag, 10. Mai 2014

Wo Ihr das graue Ziehen...






Der Mai ist angekommen;
doch wonnelos verschwommen
mit Regen und mit Grau.
Da sucht man gern die Stille;
es hilft kein guter Wille;
man schläft am besten aus.
In einer stillen Kammer;
da träumt man ohne Jammer
die grauen Stunden einfach raus.



Anmerkung: Während einiger Renovierungsmaßnahmen  hatte ich die Gelegenheit den Gutsbesitzer kennenzulernen und durfte einige Fotos machen.

http://www.gutshaeuser.de/de/urlaub_im_gutshaus/das_gutshaus_linstow


©miro

Mittwoch, 7. Mai 2014

Geländerranken






Metallgewoben ranken Streben,
schlagen Brücken, geben Halt.
Festigkeit suchen Gefühle;
Festigkeit sucht der Verstand. 
Hände  fassen das Geländer,
das die Sonne aufgewärmt,
wollen greifbar etwas  spüren,
wenn die Ungewissheit lärmt.


©miro

Das numinose Ei


 
In  genarbter Wüste,
wo die Wellen anders gehen.
Wo der Mond blüht 
und die Schatten eilen.
Wo die Wege  fliehen
und ein Nichts nur mag
im Sonnenlicht verweilen,
hält ein Ei das Wunder
fest umschlossen;
spielt mit Farben und
verlorenen Gefühlen;
wirft ein Streiflicht
auf die Sonne, sie zu kühlen
und schenkt Wärme
in der Dunkelheit der Zeit.

©miro

Freitag, 2. Mai 2014

Blattwandel






Fast unerkannt  frisst es sich durch,
das Blatt, das nicht zum Laub gehört.
Es tarnt sich zugehörig stets
Und oft sieht man an Schäden erst,
wo es gelebt für seinen Raub.
Ganz ähnlich ist die Menschengier.
So unerkannt oft  für sich selbst;
die meint, es müsse doch so sein
und, daß der Schaden sei doch klein.
 

©miro

Donnerstag, 1. Mai 2014

Im Wasser verdursten






 Schon längst gestorben.
Ohne Ort und Sinn.
Mitten im Wasser.
Ein Lechzen nach Köstlichkeit.
Ungestillt.

©miro

Welcher Fall


 







Das Wasser  fällt hinauf, hinab
und immer ist ein Stolperstein.
Selbst in dem Spiegelbild,
ein Stamm,
zu hemmen seinen  freien Fall.
Hoch oben wehrt ihm gar ein Fels
den Weg.
Und künstlich ist er
angelegt, 
der gar nicht  freie
Wasserfall.


©miro