Montag, 10. Juni 2013
Heißluftballon
Eine seltsame Leere umschließt diesen Tag und läßt ihn treiben.
Sonnenbrandhaft legt sich eine Müdigkeit auf die Haut und dringt ein.
Ein diesig blauer Himmel spielt mit Gedanken.
- Blattwedel streicheln absichtslos und gelangweilt die Luft.
Eine Langeweile lauert wie eine Spinne im Jetzt und wartet auf Beute.
An Sonnenfäden verfangen sich Impulse im Sommernetz.
Melancholisch gleitet ein Ballon gesättigter Träume dahin;
sinkt nieder und hinterläßt einen Abschied.
Hoffnung ringt mit Sehnsucht auf romantischer Flur.
Und die Sonne winkt dem Tag hinterher.
Heißluftballon...
©miro
Sonntag, 9. Juni 2013
Rosenwach
Samstag, 8. Juni 2013
Holzstapel im "Hier und Jetzt"
Ein selbst gegebenes Versprechen von Wärme im Winter.
Leuchtend und zum Anfassen.
Das läßt sich begreifen; doch wie vieles nicht.
©miro
Freitag, 7. Juni 2013
Tropfenfall
Mittwoch, 5. Juni 2013
Duftgedanken
Dienstag, 4. Juni 2013
Mohngelächter
Ganz breit lacht er den Sommer an.
Ich blühe jetzt; mir ist es gleich,
ob Du im Regen Dich verkriechst;
mein Rot schlägt alles Grau in Bann!
©miro
Montag, 3. Juni 2013
Grasgeflüster
Sonne und Wind in hohen Halmen.
Verwehte Gedanken im Gras.
Ein Rauschen ersetzt die Worte.
In Sonne und Wind.
©miro
Sonntag, 2. Juni 2013
Weiße Herzsterne
Manche Sterne leuchten auch am Boden.
Oft entdeckst Du sie erst,
wenn Du sehr traurig bist.
Dann berühren sie Dich.
Leise küssen sie Dein Herz,
wenn es Tränen weint
und verzweifelt ist
Und Dein Herz wird heilen
und strahlen.
- Wie ein weißer Stern.
©miro
Samstag, 1. Juni 2013
Freitag, 31. Mai 2013
Rosenhauch
Ein Duft verströmt sich vor dem Haus.
Und wieder blühen Rosen.
Ein Sehnen mischt sich mit dem Duft
und treibt so weit, so weit.
Ein Regentropfen fällt.
Malt eine Spur auf mein Gesicht.
Und leise wende ich mich ab.
Ein Dorn verbleibt in Herz und Hand
und auch ein Duft von Rosen.
©miro
Mittwoch, 29. Mai 2013
Bunter Reigen
Akeleiviolett
Dienstag, 28. Mai 2013
Lebenswasser
Sonntag, 26. Mai 2013
Samstag, 25. Mai 2013
Eine grüne Regenwiesengeschichte
Im Mai wenn es so grau ist und die Menschen in die Häuser treibt, wispert es in der kleinen Wiese.
Jetzt ist sie ungestört. An langen Regenfäden sind Perlen herabgeglitten und schmücken das Grün.
Im Mai ist der Regen frisch und lustig. - Und endlich können die Blumen ausruhen.
Erleichtert werfen sie die Blütenblätter ab. Keine Biene, keine Hummel, kein Käfer muß nun gefüttert werden.
Grün ist es für die Wiese. Sie darf endlich tun, was ihr gefällt!
Lustig tropft es überall.
- Und manche Pflanzen, natürlich nur die eitelen, legen kostbare Gewänder mit Kristallperlen an.
Sie schmücken sich mit Tautropfendiademen und lassen sich bewundern.
Wenn das nicht geschieht; was ja auch sein kann, summen sie leise:
"Wie schön wir sind; oh wie schön wir sind!" Sehr überzeugend machen sie das.
Und die kleinen grünen Wiesenkobolde schmunzeln nur dazu.
Ja, jetzt ist alles Grün unter sich. Man neckt sich und wirft mit Regentropfen.
Alles genießt die Frische! Kein Staub ist in der Luft. - Frei atmet die Wiese und ist glücklich und strahlt voller Grün!
Aber hinschauen muß man; sonst verpasst man es...
©miro
Verwaschenes Himmelblau
Vergiss mein nicht, murmelte die kleine Blume
aus tränennassen Augen.
"Ich weine doch nur für Dich, mein Schatz!"
klang es durch den Regen.
©miro
Mittwoch, 22. Mai 2013
Nachtweiß
ein Schattenweiß.
Hauchzart geistern
Akeleiblüten
durch vergehende
Nachtgedanken.
©miro
Herzstern aus der Nacht
Dunkle Schatten huschen leise,
huschen leise durch die Nacht,
suchen unerlöste Herzen
Herzen, die noch nicht erwacht.
Suchen in der Feuertiefe
Herzen heißer, als Vulkan,
suchen in der Seelenquelle,
wo ein Herz noch brennen kann.
Suchen in den tiefsten Gründen,
in der Schwärze tiefster Nacht,
um das Sternenherz zu finden,
welches über Ganzheit wacht.
Wer die Sonne nie verloren,
weiß nicht um des Lichtes Glut,
sind so leer die Unschuldshände
und sie wärmen selten gut.
Wenn sich schwere Herzen finden,
strahlt ein heller Schein hervor,
kreuzt die Dunkelheit mit Sonne
und bricht dann als Stern hervor.
©miro
Auf Messers Schneide
Gefühle können grausam sein.
Manchmal verlangen sie
einen Seiltanz
auf Messers Schneide.
Doch hinterher
ist man Artist.
©miro
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