Montag, 30. Juni 2014
Lebendig versteinert.
Gelbgrüne Flechten
auf in Stein gemeißeltem
Efeu.
Dahinter ein Zeitstrom
so wirr, daß er Stille
atmet.
Lebendig versteinertes
Bild.
©miro
Sonntag, 29. Juni 2014
Nachblüte
Am Zaun der Vergänglichkeit.
Rostrot erblüht.
Wartend in Erinnerungen
und manchmal sonnenbeschienen.
©miro
Freitag, 27. Juni 2014
Glücksdrachenwolken
Wolkenschwaden
Flugzeuge vielleicht,
die sie einfach so...
in den Himmel schreiben.
Und ich sehe einen
Glücksdrachen
und träume...
©miro
Donnerstag, 19. Juni 2014
Sonntag, 15. Juni 2014
Auftisch
Da steht sie nun im Hintergrund,
die Schale, gut bepflanzt und rund.
Vier Erdbeerbüschel sind bereit,
so Frucht für Frucht, von Zeit zu Zeit,
den Gaumen zu verwöhnen hier.
Das soll so sein; das gönn´ ich mir.
©miro
Samstag, 14. Juni 2014
Rot Weiss Grün Vegan
Nun bin ich wirklich nicht vegan;
nur heute war es mir danach.
Öl mit Zitrone Thymian
Basmati Reis und Rot;
die Schote Paprika.
Dann Grün aus meinem
Kräuterbeet;
ein Zweiglein Oregano; ja.
Das gibt dem Ganzen etwas Pfiff
und den Kontrast zu Paprika.
©miro
Traumbrücke
Wie eine Hängebrücke wölbt sich das Blatt.
Palmenträume, bevor der Fächer sich ausbreitet,
im Wedel den Tag ausdehnt
und in viele Richtungen weist.
Eine Leiter auf Zeit und so seltsam grün.
©miro
Montag, 9. Juni 2014
Sonnenstille
Nur hier und da,
abwesend fast,
frisst sich Geräusch und Laut
in eine,
so plötzlich schwere,
Sonnenlast.
Und seltsam grell ist der
Kontrast,
wie eine Störung dieser
Sonnenstille.
Grell wie der schwarzrote
Käfer,
der auf Doldenweiß,
dem Aug´ allein nur plastisch
scheinen mag.
©miro
Samstag, 7. Juni 2014
Eckturm
Aussichtssache so ein Eck.
Ein Turm recht wehrhaft
irgendwann.
Zeitüberholt steht er nun da;
die Ecken etwas aufgefüllt;
so war er wohl;
man sieht es ja.
©miro
Dienstag, 3. Juni 2014
Die Hochspannungstür
Sehr fest und wichtig; diese Tür.
Gefahr zu leben; Lebensgefahr!
Ein Hochspannungsraum.
Wie wahr!
Für Unbefugte nicht erlaubt.
Das ist doch sicher jedem klar.
©miro
Dienstag, 27. Mai 2014
Deckenkringel
Mitunter macht die Zeit wohl Pause
in dem Theater Lebensspiel.
Ein Vorhang fällt, oft ungemütlich;
doch ist das so; da hilft nicht viel.
Ein "Deckenkringel" grüßt von oben,so ganz dezent, in weichem Licht;
es ist halt Pause - und der "Kringel",
der zeigt uns das und mehr auch nicht.
Natürlich könnt´ man nun sinnieren,
über des Stückes Werdegang...
Der Deckenkringel grinst von oben
und dreht uns eine Nase lang.
Am besten schaut man auf "Girlanden",
die uns das Leben so gewebt
und schmunzelt leise "einverstanden",
weil das bestimmt die Stimmung hebt.
©miro
Montag, 26. Mai 2014
Erste rote Maikirschenpracht mit Wurm
Der Regen fällt, der Regen läuft,
fast ist der Sonnenschein ersäuft.
Doch schon grüßt erstes Kirschenrot
in dieser Maienwetternot.
Da reift es schön trotz Wind und Sturm
und jede Kirsche ist mit Wurm.
Die Vögel zwitschern unermüdlich
und tun sich an den Kirschen gütlich.
Die Menschen klagen über Regen
und auch über den Sonnensegen.
Für sie steckt überall der Wurm
in Sonnenbrand und Regensturm.
Bald endet nun die Maienwonne,
läßt hoffen auf die Sommersonne
und Kirschenfreude ohne Wurm,
ohn´ Sonnenbrand und Regensturm.
©miro
Freitag, 23. Mai 2014
Entenwetter
Trotz ganz viel Sonnenscheinbemüh´n
regnet der Mai sich wieder grün.
Auf Rasenflächen kuscheln Enten,
die sonst wohl auch was and´res könnten.
Kopf ins Gefieder, man spielt Ei ;
dann ist das Wetter einerlei.
©miro
Mittwoch, 21. Mai 2014
Zwitsch Piep
Ganz vorsichtig herangepirscht;
es gibt ja reichlich Futter da.
Oha; hat man mich wohl geseh´n?
Das wäre nämlich garnicht schön.
Noch schnell ein Haps; vielleicht auch zwei;
das ist mir jetzt ganz einerlei.
Oho; da ist doch wohl etwas.
Wird es nun Ernst, oder ist´s Spaß?
Ein Foto will der gute Mann!
Da strahl´ ich doch so gut ich kann.
©miro
Samstag, 17. Mai 2014
Verstiegen
Verstiegen hat sich wohl der Mai;
es gab bisher nur wenig Wonne.
Die Sonne zeigte sich zwar auch,
doch schien sie auf
die fortgeschwemmte Blüte.
Dem Reiher, der den Baum
erklettert, ist das einerlei.
©miro
Freitag, 16. Mai 2014
Lebenskunstfertigkeit
Manche Dinge kann man lernen
und es zählt nicht nur Verstand.
Manche Kunst wird kaum gesehen,
denn sie liegt nicht auf der Hand.
Lebenskünstler sind gar viele,
die mit ihrem Handicap
wählen and´re Lebensziele,
weil es diese erst nur gab.
"Wie kann ich den Tag gewinnen,
ohne, daß man mir viel hilft?"
"Wie kann ich mein "eigen" leben,
ohne, daß man "überhilft"?"
"Wie kann meine Freude leuchten,
ohne, daß sie "dankbar" scheint? "
"Wie kann ich, ganz selbstverständlich,
ebenso, wie and´re sein?"
"Wie kann ich ein "will nicht" zeigen,
lasse ich mich darauf ein;
oder bin ich unbeweglich,
werd´ nicht groß und bleibe klein?"
"Manchmal ist so bunt das Leben
und der and´re sieht es nicht;
denn er lebt in seinen Sorgen
und sein Lebensweg ist Pflicht."
"Manchmal kann ich sogar helfen,
da, wo niemand sonst es kann;
doch so selten wird´s gesehen,
denn man schaut das "and´re" an."
©miro
Samstag, 10. Mai 2014
Wo Ihr das graue Ziehen...
Der Mai ist angekommen;
doch wonnelos verschwommen
mit Regen und mit Grau.
Da sucht man gern die Stille;
es hilft kein guter Wille;
man schläft am besten aus.
In einer stillen Kammer;
da träumt man ohne Jammer
die grauen Stunden einfach raus.
Anmerkung: Während einiger Renovierungsmaßnahmen hatte ich die Gelegenheit den Gutsbesitzer kennenzulernen und durfte einige Fotos machen.
http://www.gutshaeuser.de/de/urlaub_im_gutshaus/das_gutshaus_linstow
©miro
Mittwoch, 7. Mai 2014
Geländerranken
Metallgewoben ranken Streben,
schlagen Brücken, geben Halt.
Festigkeit suchen Gefühle;
Festigkeit sucht der Verstand.
Hände fassen das Geländer,
das die Sonne aufgewärmt,
wollen greifbar etwas spüren,
wenn die Ungewissheit lärmt.
©miro
Das numinose Ei
In genarbter Wüste,
wo die Wellen anders gehen.
Wo der Mond blüht
und die Schatten eilen.
Wo die Wege fliehen
und ein Nichts nur mag
im Sonnenlicht verweilen,
hält ein Ei das Wunder
fest umschlossen;
spielt mit Farben und
verlorenen Gefühlen;
wirft ein Streiflicht
auf die Sonne, sie zu kühlen
und schenkt Wärme
in der Dunkelheit der Zeit.
©miro
Freitag, 2. Mai 2014
Blattwandel
Fast unerkannt frisst es sich durch,
das Blatt, das nicht zum Laub gehört.
Es tarnt sich zugehörig stets
Und oft sieht man an Schäden erst,
wo es gelebt für seinen Raub.
Ganz ähnlich ist die Menschengier.
So unerkannt oft für sich selbst;
die meint, es müsse doch so sein
und, daß der Schaden sei doch klein.
©miro
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