Samstag, 29. November 2014

Adventsberg in Marsberg (Bilsteinturm als Adventskerze ausgeleuchtet)









Hoch auf dem Berg erstrahlt voll Glanz
ein  Licht in das ein Turm gehüllt.
Ein Warten, das die Ankunft zeigt
in nebelhaftem Fluidum.
Wir wissen; oft  ganz ohne Bild,

was uns mit  inn´rem Leuchten  füllt,
in rätselhafter Ankunftszeit.
Hoch auf dem Berg ein Kerzenschein;
will leuchtend eine Antwort sein.


©miro

Freitag, 21. November 2014

In Wachs getaucht









Wie helles Wachs umschließt 
Novembergrau so oft die Sonne.
Die Wolken  flackern, wie ein Kerzenlicht.
Ein kahler Baum reckt seine Finger hin
zum Himmel 
und wie ein Samenkorn der Vogelhorst,
dort im Geäst, in Zweigen dicht.
Novembergrau und Wachs und Stille.
Ein Kerzenschein zur Einkehr winkt,
zu Schlaf und neuer Fülle; 
es ist die Zeit zur Ruhe; 
auch wenn die Hektik 
unsrer Lebenswelt
dem heftig widerspricht.


©miro

Sonntag, 16. November 2014

Marsbergs Begfried






Hoch auf dem Berg da ragt er auf.
Zur Aussicht wurde er erbaut.
Zinnenbewehrt und burgenhaft.

Und ist bei Nacht ins Licht gerückt,
der Turm, der über Marsberg wacht;
ein Bergfried ist´s bei Tag und Nacht,
der auf  Beschaulichkeit bedacht.


©miro

Sonntag, 9. November 2014

Spätherbstgeplätscher am Morgen







Herbstgeschmack liegt in der Luft 
und Tau vertreibt die Müdigkeit.
Das Grün der Wiesen perlt voll Glanz 
in einem  frischen Sonnentanz
Im Braun des Laubes knirscht der Kies 
und halb im Schlaf grüßt die Natur.
Und  fröhlich plätschert in Kristall 

der kleine Bach durch Feld und Flur.
Ein wenig Reif bedeckt das Dach.
Ganz langsam fällt die Schwere ab;
verliert sich in dem Laub des Wegs
und weckt den neuen Tatendrang
Spätherbstgeplätscher; Morgengesang.


©miro

Mittwoch, 5. November 2014

Im Flügelschlag







Novemberhimmel und ein Traum.
Und wieder zieht im Flügelschlag
laut rufend eine Schar vorbei,
die Muster zeichnet in die Luft. 
Ein Freudenklang hallt in mir nach
und Knospen sind am Lebensbaum;
es drängt nach Blüte und nach Frucht
in einem neu erschloss´nen Raum.


©miro

Sonntag, 19. Oktober 2014

Aufschäumende Herbstblüten

























Ein honigsüßes Prickeln rankt sich hoch am Zaune.
Fontänenblüten gischten auf  in zartem Violett.
Sie  feiern noch einmal die Sommerwärme,
die nun der Herbst  schenkt diesem Lebensraume
und kosten seine Fülle bis zuletzt.
Natürlich setzt der Kreis der Dinge den Wandel
eines Lebenslaufes immer  fort;
Doch  Freude rankt empor an  jedem Zaune,
den man begrüßt als Chance und als Wachstumsort,
indem man spielerisch auf  jede Woge 
den Sonnenfunken Hoffnung setzt.

©miro

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Synapsen und Avalon









 Synapsen in der Nebelwelt.
Ein grauer Turm und hoher  Berg.
Verdrahtet mit dem Blitz der Zeit,
der mehr verdunkelt, als erhellt.
Im Fadenkreuz geortet wird,
Kontakt und Bindung überall.
Verborgen schläft oft Avalon,
das mit erfüllter Erdigkeit,
den Traum  durchlebt,
der sesshaft war; voll Frucht
und Blütenheiterkeit.
Die virtuell durchsetzte Luft;
das Drahtgespann, 
das uns umschlingt, 
erfüllt mit Reiz  fast  jeden Ort;
verborgen oft das Zauberwort,
das uns entspannt und Freude schenkt
in Heimat und Gemütlichkeit.

©miro

Samstag, 11. Oktober 2014

Und in der Mitte ein Guckloch





Girlandenreigen auf dem Haus.
Liebe, Geburt und Tod schaut raus.
Doch,  wie bei allem,  gibt´s zum Glück
ein Guckloch  für den and´ren Blick.


©miro

Montag, 22. September 2014

Auf Draht






Sie sammeln sich auf Drähten
und beschwingt ist ihre Freude.
Sie eilen ihrer Herzenswärme nach.
Es klingt Verbindung in den Himmelssaiten
und wer zuhört, wird bestimmt 
durch diesen Zauber wach. 
Fast wie ein Regenschirm so spannen sich
im Grau die Drähte; sie flüstern leise;
doch sie klingen lange nach.



©miro

Montag, 15. September 2014

Wallnussernte







Ein Teller Wallnuss bitte sehr.
Die erste Ernte ist das nun.
Und ist das Tellerchen dann leer;
dann gibt es weiteres zu tun.

©miro

Sonntag, 14. September 2014

Der wachende Faun







Die  Augen ruhen überall .
Ein strenger Blick, 
der hier bewacht.
Ob das wohl  passt 
zu einem Faun?
Der Argwohn lauert  jedenfalls
hinter dem hohen Gartenzaun.

©miro

Samstag, 13. September 2014

Haselwurm



So wunderlich ist manche Form 
und  führt uns oft in manche Welt,
die nicht bezahlbar ist mit Geld.
so wird ein Zweiglein über Nacht
zum Haselwurm in aller Pracht.


 Es handelt sich bei dem Foto allerdings nicht um den Haselwurm aus der Sage, sondern um ein besonders gedrehtes Stück Korkenzieherhasel:

 http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/salzburg/stadt_salzburg/theophrast_haselwurm.html



©miro

Dienstag, 9. September 2014

Mondbäume







Kein and´rer Baum erfaßt die Nacht
so sicher wie ein Nadelbaum.
Er weist mit seiner dunk´len Tracht
bestimmend in den Himmelsraum.
Er wiegt sich in der Sternenbahn
und rankt sich um den vollen Mond.
Er liebt die stille Dunkelheit
und rauscht sein Lied von Zeit zu Zeit,
hin zu dem  fernen Mond.

©miro

Kürbisblüte






Ein Gelb so groß, so eigen satt.
Man ahnt den Kürbis schon darin.
Ein Fruchtgelb, welches Nahrung hat.
Es ist auf Größe angelegt; 
darin  liegt wohl der Sinn;
Reichtum  findet im  Reichtum statt.

©miro

Montag, 8. September 2014

Meine Trommel












 So lange dauerte es  ja.
Und immer kam Veränderung.
Nun lebt die Trommel endlich auf
und bringt das Leben mir in Schwung.

©miro

Sonntag, 7. September 2014

Und immer wieder lockt der Kormoran






Sie kennen Menschen als Gefahr;
sie  flüchten; kaum daß man sich naht
und sind so herrlich anzuschau´n,
in ihrer lustig frechen Art.
Auf einer Sandbank ruhten sie

und  fühlten einmal sicher sich;
ein schönes Bild ist nun geglückt;
was meinen Fotogeist entzückt.

©miro

Eidechsenbank






Die Sonne hat sie vorgelockt.
Dicht angeschmiegt auf warmem Stein.
Fast lächeln sie im Sonnenlicht
und wollen nur noch Wärme sein.

©miro

Heuschreckenfotoshooting












Ganz riesig sitzt er auf dem Blatt.
Er schaut was hier denn wohl passiert.
Und dann hat er das Schauen satt
und kommt ganz mutig anmarschiert.
Er klettert auf die Kamera;
will auch ´mal sehen, wie das war.
Dann schwirrt er  fort und winkt mir zu:
"Ein schönes Foto hast nun Du."

©miro

Donnerstag, 4. September 2014

Eckzwerg







Irgendwo an einer Ecke drückt sich wohl die liebe Not.
Sorgenvoll gefurcht die Stirne, die sich dem Betrachter bot.
Gut bestückt ist wohl der Beutel; trotzdem zwergenhaft der Sinn;
eng gekauert in den Winkel,  voller Gram dämmert es hin.
Nebenan strahlt blauer Himmel; doch geduckt klebts an der Wand;
dieses kleine Sorgenzwerglein, das man unvermutet  fand.

©miro

Mittwoch, 3. September 2014

Nebelzäune




Durchgängig sind die Zäune im Nebellicht.
Geländer  für Traumpfade.
Gedanken stapfen durchs Gras.
Das Erdige verbindet sich mit Tau und Sonne. 
Und alles atmet  frisch.

©miro