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Die Schwere unter sich im Schlaf.
Grauweiß die Fläche.
Freudenspuren ziehen ihre Kreise;
fast wie ein Jubel.
Ist es wirklich so kalt?
©miro
Im kleinsten Zweig hockt grauer Dunst.
Schnee kriecht durchs Astgewirr.
In Nebelspitzen, nebelgrau,
die Nebelkrähe thront
und plustert jede Daune auf,
hüllt fest sich in ihr Federkleid
und läßt dem Winter
seine Zeit.
©miro

Eisnebel, fast verwischt der Tag.
Von Ferne winkt mit starkem Ast
des Moores Wächter übers Schilf.
Ein weißer Hauch aus alter Zeit
raunt leise einen Zauberspruch.
Verblichen leuchtet silbergrau
die Kraft und Stärke dieser Welt;
versunken nur in tiefem Schlaf.
Eisnebel winkt mit starker Hand
so kundig auf den festen Pfad.
©miro
Wie zum Überwintern.
Schmetterlinge ins Holz
eingenistet.
Eigener Reiz auf dem
Bretterzaun.
Struppiges Schmunzeln
noch vor dem Frühjahr.
©miro

Das Abendlicht fließt in die Nacht.
Der Tag so sehr ein Räderwerk.
Nun ist es still.
Ein Leuchten wärmt
das harte Werk.
Auf einem Weg sah ich
ein Bild.
Ein Tempel für das stille Gold,
das nun, gemahlen, Nahrung
schenkt.
So dient uns mancher Mahlvorgang,
der uns zerreibt zu neuem Sein,
damit wir Liebesnahrung sind,
die unsre Welt mit Glück
erfüllt.
©miro
Als wir uns trafen, flogen die Schwäne;
flogen die Schwäne hoch über uns hin.
In ihren Schwingen glänzte die Sonne;
lachend und strahlend,
voll Freude im Sinn.
Als wir uns trafen, flogen die Schwäne;
flogen die Schwäne hoch über uns hin.
In ihrem Weiß, wie Perlen ein Schimmern,
ein Schimmern so weich,
als ob Monde darin.
Als wir uns trafen, riefen die Schwäne;
riefen die Schwäne zu Freiheit und Glück.
In ihrem Flug ein kraftvolles Rauschen,
ein Rauschen, wie Herzschlag,
zur Freude zurück.
Als wir uns trafen, riefen die Schwäne;
riefen die Schwäne zu Freiheit und Glück.
Ein Regenbogen brach sich in Tränen,
brachte zurück das fehlende Stück.
©miro
Hölzerne Vorstellungen der Wirklichkeit,
vom Leben selbst überwuchert.
Clownhafter Balanceakt vorgegaukelter
Sicherheit.
Vermeintlicher Schutz im Netz des Verstandes.
Höhen- und Tiefenangst im Unvorstellbaren.
Diese "Wirklichkeit",
rosenbekränzt und dornenbewehrt.
S0 zaghaft das Leben hinter dem
Gitterzaun erklärbarer Logik.
©miro
Abendruhe in der Stadt.
Doch Mühlenräder drehen sich.
Gedanken kreisen um und um.
Noch schnell hinaus,
die Luft gespürt,
damit die Räder stehen still.
So ungefähr war jeder Sinn
und führte mich zum Ruhepol.
Schafezählen; dacht´ ich wohl.
©miro

Urwüchsig kraftvoll, mit Bedacht;
fast wurzelst Du im Wiesengrund.
So ungewohnt in dieser Zeit,
die voller Schnelligkeit entflieht.
Du stehst und bist.
Ein herbes Grinsen scheint
mir wohl, ruht in dem stämmig
trotz´gen Sein.
Ein Wesen erdenhaft und schwer.
Voll Schönheit und so ungewohnt.
Es steht die Zeit und staunt.
©miro

So regenfeucht starrt Astgewirr.
Morastig grinst der Tümpel dort.
Der Ekel quietscht unter dem Tritt
und lauernd wittert Ungewiss.
Ein Gellen schallt im Hinterkopf
und Klammheit steigt ganz stetig auf.
Der Wind pfeift Regenschauer an.
Ein Hexenlachen giftig greift
nach Fragen, die hierhergeführt.
Die Binsenpolster schwellen auf.
"Du weißt es nicht und kommst hierher."
Es schüttelt alle Ängste grob.
So schleimig aus dem Moder raunt´s:
"Geh´ hin; ich wollte sehen nur
den Schauder, den Du hier verspürst,
wenn Du den argen Ort berührst."
Benommen fliehe ich den Pfuhl
und Moder weht mir hinterher.
Und eine Eile seltsam stark
treibt mich zu einem andren Platz,
wo Hexensturm gewütet hat,
zu geben das, um was ich bat.
©miro
Manchmal verpackt sich der Himmel.
Dunkel und hell.
Strömend und flirrend.
Und aus den Wolken taucht ungeahnt
ein Auge auf
und zeigt unseren kleinen Grenzen
Unendlichkeit.
©miro

Sturmzerzaust schon tausend Jahre
wurzelst Du in Deiner Stadt.
Menschen sahst du kommen, gehen
und für viele war Dein Sein
ein Halt, den man oft nötig hat.
Du hast durchlebt Berlins Geschicke
im Norden dort an Deinem See.
So oft schon lenkte ich die Schritte
in Deine kraftvoll, sanfte Näh.
"Dicke Marie" wirst Du genannt.
Dein Herz ist in Berlin bekannt.
©miro

In feuchter Schwere prangt ein Grün
in einer stillen Welt für sich.
Mit breiten Tatzen greift es wohl
nach einer Zeit, die noch nicht kam.
Wie Lederfetzen liegt das Laub
und schaut die grünen Sterne an.
©miro
Zernarbtes Holz.
Geschweifter Blick.
Schilfhalme dicht an dicht.
Licht fällt nach innen,
scheint so mild;
webt weidenhaft
die Zeit
in einem Rätselbild.
©miro
So ernst schaust Du auf Deinem Sitz
herüber zu dem Fotoblitz.
Du möchtest ungestört nun sein
und säulengleich verharren,
dem Kaktus Spiegelbild.
So stachlig ist oft Dein Gemüt.
Dann darf man sich Dir nahen nicht.
Du bist dann ganz bei Dir.
Und eine ernste Heiligkeit
so unnahbar dann aus Dir spricht.
©miro

Ein neues Jahr ist eingeplatzt.
Ich habs von meiner Burg gesehn.
Ein Trommelfeuer auf dem Dach
und Lichter prasselnd, wunderschön!
Hinwegmassiert hat mir der Lärm
die Schwere und die Müdigkeit.
Ein Lachen perlte in mir auf.
Die Menschen wimmelnd in der Nacht.
Und ich auf meinem Logenplatz,
hab das Geschehen angelacht.
©miro
Husch!
Ganz Sprung
in Unerreichbarkeit.
Du nimmst Dein ganzes
Selbst mit Dir.
Voll Kraft bist Du
der kleinen Welt
so sicher nun
enteilt.
Ich spüre Deinen
kurzen Flug.
So selbstbestimmt
und zweifelsfrei.
Du zeigst der Welt
die Krallen nicht.
Ein weiches Fell
schützt Deinen Stolz.
Geschmeidig bist
Du jedem Wunsch
mit einem kleinen
Satz entfloh´n.
Und selbstzufrieden
wirst Du nun
ein Schnurren
schenken
Deiner Zeit.
©miro

Märchen hangeln sich durch
die Dunkelnacht.
Träumende Schritte
setzen Fuß um Fuß
in die Spuren
und tasten dem
Staunen hinterher.
Ein Leuchten
wirft einen seltsamen
Glanz auf das Leben
und weckt Kinderaugen
für versteckte Wunder.
©miro

Traumrot und festlich
mit glänzender Schleife;
so selbstverständlich,
verstecktes Lächeln;
wunderbar weich
und wohlig.
©miro

Winziges Geduldsspiel
Flaschenpost des Meeres.
Mit vollen Segeln
nach Phantasien.
©miro
Gewebe aus Wunschlicht
ins Dunkel gehängt.
Flüchtige Sternenfunken.
Leicht tanzend im
Hauch der Winternacht.
©miro
Verborgen das Wasser
in Winterschlaf.
Eisfarn wedelt im Schilf
mit gefrorener Feder.
Glänzend ein stiller Blick.
Malt Blumengedanken
an träumende Fenster
und wünscht sich den
Frühling zurück.
©miro

Bastfarbener Blick.
Zeitgefrorenes Verharren.
Ein Spiegelauge
verweilt auf der Stille.
Das aufgelöste Braun
der Rohrkolben
verschwimmt
in flockigem Moment.
©miro

Wie im Nest warten kleine weiße Kugeln.
Die schmutzige Zeit posaunt den Verfall.
Andere Zeit wünsche ich mir; frische
und eine Schneeballschlacht.
©miro

Fast wie gemalt
steht Baum und Strauch
auf einer wintergrünen Flur.
Getupft mit einem Wolkenbausch
und tiefer Sonne Pinselstrich
gezaubert in den Tag.
©miro

Bleigraue Zeit des Dämmerns.
Menschen verriegeln mit Stress
ihre Müdigkeit.
Hasten und Drängen im Dunst.
Winterschlacht vor Jahresende.
Beulenhaft grinst der Fernsehturm
mit seiner Sichtblase
über Jahrmarktsgedröhn.
Fahrbetriebe kreisen um Eurodollars
wie jedes Jahr.
Schriller Lichtersegen an
Nebenschauplätzen
der Bescherung.
Advent.
Hoffentlich bald...
©miro

Wolkenbänder grüßen leise;
ziehen, drängen wild und und zart.
Schreiben manches in den Himmel
oft in einer eignen Art.
Melodien fließen leise;
hören meinem Schauen zu;
klingen in mir auf der Reise;
wirken nach und leuchten,
leuchten.
Geben meiner Seele Ruh.
©miro
In prasselnder Dichte fällt das Nass
in eiskaltem Weihnachtskalkül.
Gequälte Gesichter kämpfen
sich durch Verpflichtungen.
In der Hölle duftet es nach Braten.
Glitschiges Muß läßt straucheln.
Bremsenquietschen und Sirenen
mischen sich in den Markt
der Besinnlichkeit.
Unglaublich!
Geschlossene Augen lassen
sich mit tausend Küssen bedecken,
schütteln sich und lauschen
dem Trommelschlag der Natur.
©miro
Gesprühte Anderswelt.
Wie rankende Bildersaat
aus Wünschen.
"Flieg mich zum Mond!"
Zauberspruch des Verstehens.
Weggefährten im Fühlen
in dieser Welt.
©miro

Mosaik so ahnungsvoll.
Lichtlinien des Wandels.
In innerer Richtung.
Schweben in Taubenblau.
Zeitbeobachtend frei.
©miro
Träume so erfroren
scheinbar.
Machtlosigkeit
in der Erschöpfung der Nacht.
Die Seele entgleitet ins irgendwo
ohne Ziel und Wunsch.
Manchmal,
nur manchmal, blühen Sterne auf.
Die gläserne Stille erwacht
zum Garten.
Die Nebel der Tränen leuchten auf;
malen Eisblumen in die Zeit.
Der geheime Garten,
so seltsam nah,
haucht eine Melodie,
wie ein Lebenskuss.
©miro
Verpixelte Zeit
Tagdunkel.
Farbe träumen.
Grelle Dämmerung.
Wo ist die Sonne?
Winterschlaf!
©miro
Zwischen Dunkel und Dunkel
schiebt sich ein Himmelsblick.
Verborgen leuchtet es auf.
Geheimnisvoll.
Bäume weben ein Muster
aus schwarzem Garn.
Silberne Blüten
klingen in Gedanken.
Vormorgen...
©miro
Verschwindend klein ein großer Wunsch.
So nebelhaft und doch konkret.
So rosarot und doch entfernt.
Traumhaft in den Himmel gedacht.
©miro
Schwarzen Äste kehren
den Tag zusammen.
Fast schwermütig oft.
Doch dann...
Die Sonne schlägt
die Wolkendecke
zurück...
und schickt einen
Gruß aus Rosen
an Dich und mich.
©miro
Die Winterwiese ist noch grün.
Du schaust empor, fast wie geduckt
und eingewickelt in Dein Fell.
Zwei große Augen voll Bedacht.
Was machst Du wohl zur
heil´gen Nacht?
©miro

Bald greift der Schnee wohl nach der Zeit
und schafft ein selten schönes Blau
mit Weiß, das träumen läßt.
Die Seele fliegt so hoch und weit
und küßt von fern Unendlichkeit,
wenn uns das Herz bereit.
Flieg´ mit mir; schweb´ gedankenschnell,
mit mir ins Firmament!
Durchdring´ das Tote in der Welt
und gleite weiß, so weiß hinaus,
ins Blau, wo uns die Seele grüßt,
die Freude ausgewählt.
©miro

Bevor der Tag verwischt im Grau
und uns die Nacht begrüßt,
zeigt sich noch kurz
der Sonnenschein,
rührt etwas Wärme in
die Zeit,
die sonst so trüb
im Dunkeln weilt,
wie Sonnentropfen,
gut verteilt.
©miro

Grau drängt die Stadt im Nebelhauch.
Wie Eis im Fluss der Lebensstrom,
der mächtig brandend um sich greift.
Und leis, so leise, vogelgleich,
schwebt Licht in stillem Raum.
Es hebt den grauen Schleier auf,
entführt auf fast geahntem Klang,
in einem Kuss ins irgendwo
und brennt so hell und warm.
Ein Augenleuchten schenkt
mehr Licht und tanzt in
einem Spiegelsaal
so federleicht
mit einem Mal
in weitem Kreis dahin;
dort wo die Träume ziehn.
©miro

Geöffnet liegt die Kugel da;
eine Monstranz aus buntem Spiel.
Sie freut das Auge und das Herz.
Ein Wunderzauber der Natur.
Ein Zauberglimmerspiel
©miro

Der Stern so flüchtg in dem Licht.
Er tanzt bei jedem Blick.
Huscht hin und her,
wie man auch schaut.
Er zwinkert voller Lust
und lacht,
weil innerlich
die Freude wacht,
ganz gleich,
wie dunkel
manche Nacht.
©miro

Kein Schnee bis jetzt.
Kein warmes Leuchten auf
weißem Sternenstaub.
Nasskalte Wünsche
ziehen die Decke über
den Kopf
und schlafen.
Keine Laterne,
die Zauber streut.
©miro

Auf roter Bühne,
schwarz umgrenzt,
gleißt silberhelles Sein.
Fast pirouettenhaft
strebt Zauber auf;
dreht sich in Facetten
um und um
in spiegelglänzend
weißem Licht
um Wunder dort
zu sein.
©miro

Ein Traum zerfetzt
die Dunkelnacht,
die Nacht so grau und
schwer.
Ein Brennen flammt
im Auge auf
und frißt sich tränenleer.
Ein königsblauer Wunsch
erwacht
und schwebt ins
Endlosmeer.
©miro

Verhängtes Grün ruht in Gedanken.
Versperrte Frühlingssicht.
Der Winter wird noch kommen;
doch grüße ich ihn nicht.
©miro

So selbstverständlich sitzt er da,
streckt seinen Schnabel forsch hinaus,
genießt das Himmelblau voll Glück
und lacht den Rest der Welt nur aus.
Er sitzt auf dem "Erleuchtungsmast"
und macht auf der Erleuchtung Rast.
©miro

Rotes Gold wirft sanfte Wogen.
Ein heller Schein umfängt die Nacht.
Zieht leise, tiefe, tiefe Kreise,
bis er im Herzen dann erwacht.
©miro
Dämmerlicht über Goldmosaik.
Kuppelbedachtes Gefühl
tastender Schritte.
Nostalgie nimmt ein Bad
und versinkt im U- Bahnschacht.
©miro

Der schwere Nebel sticht so in den Tag.
Grau glänzt die Nässe ringsum auf.
Ich sitz´ am Fenster, weil ich sonst nichts mag;
und ich lasse meinen Träumen ihren freien Lauf.
Ich denk´ an Dich und an Deine Welt.
Ein kleines Lächeln spielt mit mir.
Ich sitz´am Fenster, weil es mir gefällt;
und ich freu´ mich in Gedanken auf
Dein Lächeln hier.
Die Nacht empfängt mich mit dem mildem Licht.
Traumviolett sehe ich Deinen Blick.
Ich gleite weit, so weit in Dein Gesicht
ich versinke in Küssen und in Deinem Blick.
©miro