Mittwoch, 31. Oktober 2007

Mondglanz

Schläfrigkeit liegt
in den Sinnen.
Vorbei der Tag.
Und Mondglanz
steht in stiller Nacht.
Und eingehüllt in
Zärtlichkeit
verblasst die Welt.
Wir sinken ein in
Träume.
Und Mondglanz
im Gedankenspiel
versteckt sich
tief in uns.
Und in der Nacht
ein süßer Kuss
bringt Träume
in den Tag.

©miro

Dienstag, 30. Oktober 2007

Wegsteine

Irgendwo
steingefügt
ein Weg
aus Erfahrung.
In zeitlosem
Raum
setzt sich
zusammen
das Unausweichliche.
Und unser Fuß
tritt über die Schwelle
und geht diesen Weg.
Es gibt wohl keinen
anderen.
Lebensbausteine -
die eine Straße bilden.

©miro

Sonntag, 28. Oktober 2007

Seelenharfe

Die Saiten meiner Seele
warten auf Dich.
Sie sehnen sich
nach Klang.
Mein Herz möchte
tanzen mit Deinem.
Ganz leise zieht
die Sehnsucht
an der Liebe.
Doch die Seelenharfe
bleibt stumm.
Mit Dir möchte sie
erklingen
in wunderbarer
Melodie
nur für uns allein.

©miro

Höhlengedanken

Der Herbst zerrinnt
in grauen Farben
in Zwielicht zwinkert
meine Welt.
Sie will den Winter nun
erwarten;
erleben einen kühlen Schnitt,
der Morsches, Krankes, Totes trennt.
Und in die Erde zieht das Leben
und bettet sich in Winterschlaf.
So warm mein Heim, so wohlig hell.
Ich mag die kleine Höhle; die ich im
Sommer mir erwählt; die nun mir
schenkt Geborgenheit.
Und nachts schau´ich zum Mond
hinauf mit wölfisch dunklem Blick.
Ich rufe Dich und Du rufst mich
in tiefen Höhlengrund.
Wir küssen uns fast wie im Schlaf
und heiß wird uns ums Herz.
Ganz weit ist alles Alltagsgrau,
nach winterlicher Pirsch.
Und wolfsgleich spüren wir
ein Band, das Liebe uns geschenkt.
Und ganz in Wärme eingehüllt,
vergessen wir das grau der Welt.
Voll Glück sind wir
uns dann Geschenk
in einer kleinen Höhlenwelt,
wo einzig uns´re Liebe zählt.

©miro

Samstag, 27. Oktober 2007

Hinter Augenvorhängen

Hinter Augenvorhängen
rinnt der Schlaf.
Aus tausend Gedankentropfen
und Bildern fließt ein Strom.
Unruhig kreisen Augen hinter den Lidern.
und ein anderes Leben erwacht.
Ein schweres tiefes Traumleben,
wenn man leicht ist,
und ein leichtes, zerbrechliches -Leben
in schwerer, fordernder Zeit.
Zwei enzianblaue Kelche
mit goldenem Grund
fülle ich mit
zarten, duftenden Blüten
und eile zu Dir.
Und Blüte um Blüte
lasse ich in den schweren Strom
Deines leichten Schlafs rieseln.
Sachte lassen sie sich nieder
auf den Traumwellen
und treiben wie im Tanz dahin.
Und mein Herz singt Dir eine Melodie.
Und meine Seele wiegt Dich.
Schlaf´ Liebste, schlaf´
und tanze mit mir
auf blaugoldenen Träumen
im Reigen von Millionen
Blütensternen,
versunken in Liebe
und kussumarmt.

©miro

Freitag, 26. Oktober 2007

Nachtschlangen

In Neonlicht
liegt der Asphalt
wie eine Schlangenhaut.
Ein Glitzern hell und
schwarz gestreift.
Es glänzen Schuppentropfen.
Und eine Schlange windet sich
im Dämmerlicht dahin.
Lichtkegel wecken Augen auf.
Sie schauen auf die dunkle Fahrt
und grelles Licht, das beißt.
Die Augen gleißen ölig
und schnappen nach dem Licht
in dieser Augenschlange
die lebt ohne Gesicht.
Gedanken flackern leise
ich folge diesem Lauf.
In seltsam dunkler Reise
steh´ ich in Tag und Traum
Und eine Midgartschlange
verschlingt mir Zeit und Raum.

©miro

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Lebensbrot

In grau getaucht war der Tag.
Wie ein Schleier fiel er herab.
Schwer lag er auf dem Sein.
Kleine Lichtfunken kämpften
und erstarben.
Das Wasserrad drehte sich
schwer und bedächtig
in der Mühle des Funktionierens.
So viel zermahlenes Leben
rinnt in die Ewigkeit.
Feuer wünsche ich mir!
Und aus dem Mehl des Lebens
soll Brot werden, das nährt.
Selbst ernten möchte ich
und nicht Wasserträger sein.
Meine Sehnsucht ringt
nach Atem und ich
spüre Deinen Duft.
Ich sehe in Gedanken
eine Ernte die uns gehört.
In Liebe gesät
und in Glück genossen,
möchte ich mit Dir
das Leben auf der
Zunge zergehen lassen.
Freude teilen möchte ich
bei einem Festmahl mit Dir,
das unendlich ist.

©miro

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Warm ums Herz

Die Kälte zog um mich herum,
und frierend kam ich heim.
Ich tauchte in die Dunkelheit;
legt´ sie wie warme Decken um,
und träumte mich zu Dir.
Ich wachte auf und Du warst da.
So schön bei Dir zu sein.
Und Wärme zog um mich herum;
mein Herz ist heimgekehrt.
Wir tauchten in Gemeinsamkeit
und teilten unser´n Sinn.
Gedanken gingen hin und her.
Noch mehr sind wir nun eins.
Und rot nun uns´re Wangen glüh´n
Und frisch ist unser Sinn
Und warm um´s Herz,
voll neuer Glut
wir uns´re Liebe seh´n.

©miro

Dienstag, 23. Oktober 2007

Scheue Gedanken

So tief berührt,
so offen gezeigt
und nun ein Frösteln.
Liebe in frischem Wind.
Außer Atem herumgetollt
sucht sie Wärme.
Heimkommen möchte sie;
sich räkeln und wohlfühlen.
Doch noch sind die Hände klamm
und öffnen kaum die Tür.
Scheue Gedanken tasten
fröstelnd nach dem Schlüssel.
Nach Übersprudeln macht sich
Befangenheit breit.
Doch sanfte Begegnung taut
die Kälte der Unsicherheit.
Und wir nehmen uns in die Arme.
Und unser Herzschlag
wird zum prasselnden Kaminfeuer.
Und alles wird wohlig.
Und Träume eilen herbei
und wir kuscheln uns ein,
wie Kinder nach wildem
Spiel mit leuchtenden Augen.
Wir sind daheim.

©miro

Montag, 22. Oktober 2007

Herbstfeuer

Frisch sind die Tage
in nahendem Frost.
Nun findet das Ernten
ein Ende.
Was Reife fand
ist eingekehrt
und nährt auch
in dürrer Zeit.
Auf leeren Feldern
in Dämmerlicht
flammt glutvoll
ein letzter Gruß.
Man sehnt sich nach
Wärme und Feuer
und Licht;
nach Heimkehr
mit roten Wangen.
Im Städtedschungel
verliert die Natur
ihr Gesicht
und doch klingt
der Herbst tief in mir.
Ich zünde heimlich
ein Feuer uns an
und öffne Dir leise die Tür.
Verbrennen wollen wir
alles was uns nicht nährt
und in der Glut backen
ein feuriges Mahl.
Und feiern die Liebe,
die wir gesät
und herzhaft genießen
das Glück.
Und in unsren Herzen
da brennt es so hell
und Wärme hüllt
wohlig uns ein.
Wie schön ist es doch
fernab jeder Zeit
voll Freude geborgen
zu sein.


©miro

Sonntag, 21. Oktober 2007

Ein Honigmond

Du Liebste mein
so schwarz die Nacht,
so leer die Welt
und windhauchkühl.
Und graue Schauer
frösteln.
Und geisterhaft treibt
oft der Sinn.
Wird zum Gespenst
in dunkler Nacht.
In Wärme hülle ich Dich ein.
Ich kuschle mich zu Dir.
Und forme einen Honigmond,
so bunt und lustig anzuschau´n.
Ich lass´ihn leuchten satt.
Er lächelt in der Dunkelheit.
Und ungezählte Sterne;
sie scharen sich um ihn herum
und lachen, glucksen, wispern.
Ein jedes Sternlein winkt Dir zu
und brennt für Dich voll Liebe.
Der gute Mond den ich geformt,
den gab es immer schon.
Der Honigmond aus Märchenreich
kommt nur zu uns als Kind.
Ich schenk ein Stückchen Kindheit Dir
aus meinem Proviant.
Das macht dich satt und froh.
Und unser Mond so rund und schön,
wird immer wieder aufersteh´n.
Wenn wir in uns die Liebe seh´n,
aus kindlich frohem Sinn.

©miro

Eulenmahl

Die Eule der Weisheit
ist durch die Nacht
des Wissens geflogen.
Grau war ihr Flug.
Süß war ihre Beute.
Voller Gefühl,
was sie fing.
Und Gewölle
reiner Vernunft
fielen in Alltagsgrau.

©miro

Grauer Traumrabe

"Grauer Traumrabe,
Du, der Du in Wolkengrau
fliegst;
Du mit den Regenbogenaugen;
der nur von brennenden
Augen gesehen wird,
komm!"
"Flieg´ und trag´mich ein Stück!"
Das Grau drückt so schwer und feucht.
Und heiß ist meine Stirn.
Und ein tonloser Raum hüllt mich ein.
Und ich höre das schwere Rad mahlen.
Und meine Kinderseele versteht nicht
und will fliehen.
"Grauer Traumrabe komm!"
"Wärme mich, und kühle meine Augen."
"Schenk´mir ein Stück Regenbogen
und lass´mich fliegen!"
" Denn meine Herzmelodie ist krank
und möchte sich wiederfinden."

©miro

Samstag, 20. Oktober 2007

candierte Träume

Manche Träume
erwachen mit mir,
tragen mich in den Tag.
Süße und Duft,
Fest der Erinnerung.
Wunderbare Träume.
Und Deine Stimme hüllt sie ein.
Dein Blick lockt sie hervor.
Deine Umarmung holt sie ins jetzt.
Und Dein Kuss läßt sie blühen.
"Candierte" Träume zaubern
ein Lächeln in den Frost
des Alltags.

©miro

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Industrieblumen

Patchworkstraßen und Container,
Zweckleben, vergessenes Grau.
Beton und Würfel.
Zwischen Staub, Betrieb
und lärmendenFahrzeugen
liegen hingestreute Kästen.
Unkrautumarmt blüht es dort.
Ein verlorener Farbklecks hier
und vergessene Natur dort.
Sogar Rosen ranken und blühen
in gedankenloser Schönheit.
Rabatten mit Industriegrün
umgeben Arbeitsburgen
wie Wassergräben.
Und unter einzelnen Bäumen
leuchtet es gelb auf.
Doch die Arbeit geht weiter -
einfach so. -

©miro

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Lautlos

Lautlos ist der Tag.
In Regen gebettet.
So sehr flog mein Sinn.
Doch ohne Deine Stimme.
Ein Film aus Tränentropfen
bedeckt meine Welt.
Doch ein kleiner Hauch
zaubert Klang, Farbe und
Licht.
Und durch ein Fenster
sehe ich Dich lächeln
und die Sonne lacht.

©miro

Montag, 15. Oktober 2007

Seelenklänge

Mein Herz schlägt Dir entgegen
und meine Seele lauscht.
Liebe küsst die Freude.
Und wenn Deine
Stimme antwortet,
klingen unsere Seelen.
Und die Sehnsucht
wartet auf
Musik,
die nur für uns ist.

©miro

Sonntag, 14. Oktober 2007

Duett

Mein Seelenklang
so einzig in den Jahren.
Und jede Begegnung ein Gegenüber.
Echo, nicht mehr als das.
Spiegel meines Alleinseins.
- Und nun ist eine neue Melodie in mir.
So ungewohnt ist Dein Klang,
der nicht Echo ist.
Und wir stimmen uns ein.
Und wenn die Ewigkeit Raum schenkt,
singt die Liebe.
Und ungeahnte Weite und Klarheit
öffnet sich.
So als gäbe es nichts anderes -
hätte es nichts anderes je gegeben
verschmelzen wir
und sind All- Eins
in zwei Seelenklängen
grenzenlos und voll Liebe.

©miro

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Ein Strahlen

Freude im Gesicht
von Liebe durchglüht
durchflutet unser Sein.
Und in Gedanken
blüht sie immer wieder auf.
Ein Strahlen haben wir gesät,
das nur uns gehört.
So schön ist es,
daß die Augen es nicht fassen.
Und bei jeder Begegnung
leuchtet es auf.
Und in einer inneren Melodie
verstummt alles andere.
Weit wird der Raum der Freude,
denn alles tritt beiseite
und unser Strahlen
verbindet sich
und wirft einen Kuss
in die Ewigkeit.

©miro

Oktoberlaub

Oktoberlaub, liegt wie Papier
und raschelt auf den Wegen.
Es läd´mich ein zu munt´rem Spiel.
Es stiebt vor mir daher.
Es fordert auf zu Leichtigkeit;
will fliegen, flattern, tollen.
Und wie von selbst geht fast mein Fuß
bestrebt es aufzurollen.
Und Berge schieb´ ich vor mir her
aus buntem Laubgewimmel.
Auch innerlich wird vieles leicht,
in Lachen aufgewirbelt.
Und frischer Wind läßt
mich erglüh´n;
kalt sind nur Wangen, Nase.
Daheim sitz´ich nach forschem Spiel
vor dampfendem Getränk.
Ich freue mich am Laubgeschenk,
das mich so aufgeweckt.
Entspannt zieht ein Behagen ein,
von frischem Wind geweckt.

©miro